Die Zukunft auf Französisch - Zum "Jour de France 2014"

Die englische Sprache ist aufgrund ihrer zahlreichen Sprecher und sehr häufigen Anwendung in Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft sehr bedeutend für unser Bildungssystem. Warum sich also während der Schulzeit auch für gewisse Zweitsprachen wie z.B. Französisch interessieren?

Am 22. Januar 2014 – dem “Jour de France“ - besuchte eine Gruppe der Schillerschüler, darunter auch ich, aus den Französischkursen des 10., 11. und 12. Jahrgangs das „Institut francais“ in Bremen. Bei der sogenannten Veranstaltung „Französisch verbindet! Eine Brücke zwischen Schulen und Firmen“ konnten wir einen tieferen Einblick in den Arbeitsmarkt vielfältiger Unternehmen gewinnen, welche regelmäßig im Alltag die französische Sprache nutzen müssen.

Nach einer informativen Präsentation über Praktika, Austauschjahre und anderen möglichen Alternativen für einen Aufenthalt in frankophonen Ländern, wurden der Reihe nach verschiedene Firmen wie z.B. im Bereich Umwelttechnik, Kosmetikproduktion und eine Handwerkskammer präsentiert. Dabei hat immer ein Mitarbeiter sein Unternehmen vorgestellt und die mit dem französischen Arbeitsmarkt verbundenen Leistungen erklärt. Mit jeder Firma wurde uns Schülern vermittelt, wie wichtig eigentlich das Erlernen der französischen Sprache bereits in der Schule sein kann und wie sehr man als Schüler von diesen Fremdsprachenkenntnissen in der heutigen Welt profitiert. Nicht nur dienen romanische Sprachen wie Französisch als sogenannte „Brückensprachen“ und sind die Basis für das Erwerben weiterer sprachlichen Kenntnisse, auch verbessert Französisch die eigenen Berufschancen und macht eine erfolgreiche Karriere auf dem heutzutage recht beliebten französisch-deutschen Arbeitsmarkt möglich. Wie eine Mitarbeiterin des Unternehmens „Enercon“ für die Herstellung von Windkraftanlagen sagte: „Die französische Sprache hat mir den Einstieg in ein internationales Unternehmen ermöglicht.“

Abschließend kann ich nur sagen, dass die Orientierung am 22. Januar zahlreichen Schülern die oft vergessene Bedeutung der französischen Sprache gut vermittelt hat und wir dabei vielfältige Ideen für unseren späteren Werdegang und unsere berufliche Möglichkeiten erhalten haben.

Von Jasmin, Jg. 11, Französisch g.A.-Kurs

Workshop zum 50. Jubiläum der deutsch-französischen Freundschaft (2013)

Workshop im Hodlersaal des Neuen Rathauses
Schillerschüler bereiten ihren Beitrag zur Abschlussdiskussion vor
Diskussionsbeiträge
Gruppenbild zum Schüler-Workshop „Chance Élysée“ (© Fotos: Deutsche Gesellschaft e.V. Berlin)

Wie läuft der deutsch-französische Motor heute? Und wie hat sich die Kooperation beider Länder seit 1963 entwickelt? Dies waren die Leitfragen des Workshops zum 50. Jubiläum des Elysée Vertrags.

Deutsch-französische Beziehungen in Vergangenheit und Gegenwart

Am 22. Januar 2013, also genau 50 Jahre nach der Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags, nahmen Schillerschüler des 11. und 12. Jahrgangs an einem Workshop für Schüler und Schülerinnen aus Hannover im neuen Rathaus teil. Dieser Workshop behandelte die deutsch-französischen Beziehungen in Vergangenheit und Gegenwart.

Um 9.00 Uhr wurden wir im Hodlersaal des Rathauses zunächst von einer Referentin der Deutschen Gesellschaft e.V. erwartet, welche uns einen 45-minütigen Vortrag über die Vorgeschichte des Vertrags präsentierte. Hierbei erfuhren wir, dass die Vorgeschichte stark durch den deutsch-französischen Krieg von 1870 sowie den 1. sowie 2. Weltkrieg beeinflusst wurde. Nach einer kurzen Pause, in welcher wir uns im Korridor des Rathauses an Infomaterial zum Elysée Vertrag und der heutigen Beziehung bedienen konnten, folgte der 2. Teil des Vortrags. Hierbei ging es um die Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen nach Unterzeichnung des Vertrags und um aktuelle Aspekte, wie z.B. das deutsch-französische Jugendwerk, welches den regelmäßigen Austausch junger Erwachsener fördert (www.dfjw.org).

Schillerschüler formulieren Botschaften und debattieren zum heutigen Stand der Beziehungen

Nach einer längeren Mittagspause durften alle Schülerinnen und Schüler schließlich selbst kreativ werden. In Gruppenarbeit formulierten wir eine „Botschaft an den Botschafter“. In der Rede sollte mit Betrachtung der Frage „Was bedeuten die deutsch-französischen Beziehungen heute für mich?“ unsere persönliche Vorstellung vom Stand der Beziehungen ausgedrückt werden. Einige der Reden wurden anschließend von jeweils einem Gruppenmitglied am Rednerpult des Hodlersaals präsentiert. Sämtliche Botschaften werden nun den Botschaftern Frankreichs in Deutschland sowie den Botschaftern Deutschlands in Frankreich übergeben, damit diese sich ein Bild unserer Meinungen zu den Beziehungen machen können.

Abschließend konnten wir in einer Diskussion unsere Meinung über die aktuellen deutsch-französischen Beziehungen äußern. Untereinander haben wir über bestimmte Themen, wie z.B. die Funktion von Deutschland und Frankreich im europapolitischen Kontext, debattiert.

Wir, die Schillerschüler, fanden den Workshop insgesamt sehr gelungen. Es war ein sehr informativer, aufschlussreicher Vormittag über Deutschland und Frankreich in Kooperation. Das Verfassen der Botschaft sowie die anschließende Diskussion waren eine gute Gelegenheit, um unsere Meinung zum Ausdruck zu bringen und unsere Sichtweise zu überdenken.

Eines ist sicher. Dank des Elysée Vertrages sind Deutschland und Frankreich „ziemlich beste Freunde“ geworden.

Lisa, Jg. 12

© Fotos: Deutsche Gesellschaft e.V. Berlin

>>> Auch auf www.hannover.de wird über den "Jour des France 2013" berichtet.