Zur Spurensicherung bei "Krimi & Co."

Finn im Schutzanzug
Frau Dahnkes Spurensicherungskoffer

Eine Polizistin von der Polizeinspektion Süd zu Gast im PU-Kurs „Krimi & Co.“ (Jahrgang 8). Am 04.10.2011 vermittelte Frau Dahnke anschaulich verschiedene Aspekte aus dem polizeilichen und kriminologischen Bereich.

Nachdem wir in der vorangegangenen Unterrichtsstunde unsere Fragen stellen konnten und Frau Dahnke uns einen ersten Überblick über die vielfältige Arbeit der Polizei gegeben hat, ging es in der zweiten Kursstunde um das Thema der Spurensicherung / Kriminaltechnik am Tatort und insbesondere die Daktyloskopie.

Nach einigen Eingangsfragen verdeutlichte uns Frau Dahnke, dass es bei der Daktyloskopie nicht nur um die Sicherung von Fingerabdrücken geht. Unter diesem Begriff wird die Suche, Sichtbarmachung, Sicherung, Auswertung und Begutachtung von Finger- und Handflächenspuren zur Identifizierung von Tatverdächtigen, unbekannten Toten und unbekannten hilflosen Personen verstanden. Dies Verfahren beschäftigt sich mit den sogenannten Papillarleisten in den Handinnen- und Fußunterseiten.

Neben weiteren Informationen über die Spurensicherung hat sie uns einen Spurensicherungskoffer gezeigt.  In dem Koffer befinden sich verschiedene Pulver (z.B. Rußpulver, Eisenoxispulver), um Spuren auf unterschiedlichen Oberflächen sichtbar zu machen, so wie die dafür notwendigen Gerätschaften zu dessen Aufbringen (z.B. Kohlefaserpinsel, Fehhaarpinsel, Marabu-Feder, Zerstäuber). Ebenso gehören die verschiedenen Materialien dazu, auf denen die sichergestellten Spuren „gesichert“ und transportiert werden können (z.B. verschiedene Folien, Behälter, Beutel, Tüten).
Des weiteren gehören unterschiedliche Maßbänder, Werkzeuge und andere Utensilien  zu dem Koffer, die alle dazu dienen die Spuren am Tatort sicherzustellen und zu dokumentieren und archivieren. Außerdem gehören auch ein Schutzanzug, Schutzhaube, Schuhüberzieher, Handschuhe und Mundschutz zum Kofferinhalt. Diese Schutzausstattung soll verhindern, dass die bei der Spurensicherung eingesetzten Polizisten selber Spuren am Tatort hinterlassen und dadurch die Ermittlungsarbeit unnötig erschwert wird.

Viele fanden, dass die lernreiche Unterrichtszeit beim Eintauchen in die Welt des legendären Sherlock Holmes wieder viel zu schnell vergangen ist und freuen sich schon auf den nächsten Termin mit Frau Dahnke.

Johanna Grüne, Jg. 8, 2011