Sonntag 15. Oktober 2017 10:45 Alter: 34 Tag/e

Das Bonner Mathematikturnier – Viele (Rechen-)Wege führen zum Ziel

Los geht's in Bonn mit einer mathematischen Staffel

Beispielfaufgaben

Es gibt viele Möglichkeiten seine letzten zwei Tage vor den Herbstferien zu verbringen. Die einen sind bereits auf dem Weg in den Urlaub oder besichtigen Städte Europas auf Studienfahrten, während die anderen die letzten paar Stunden in der Schule verschlafen. Und dann gibt’s noch uns: 23 – 22 + 1 Schüler, die nichts Besseres zu tun haben, als – mehr oder weniger – freiwillig viel zu lange, viel zu komplizierte und viel zu viele Matheaufgaben zu lösen... oder auch nicht. Herzlich Willkommen beim Bonner Mathematikturnier.

Am Donnerstag, 28.9.2017 anreisend, begannen wir bereits im Zug damit einen Teil dieser Aufgaben zu „bearbeiten“ (zu erraten). Kaum in der Jugendherberge, mit – nach Sebastian – sehr gutem Essen, starteten wir mit der ersten von drei einstündigen Übungsstaffeln gegen eine Auswahl von einem Münsteraner und Kölner Gymnasium. Beide unter der Leitung von Herrn Berk. Selbst zu nachtschlafenden Zeiten ging die Vorbereitung weiter, mit Handytaschenlampe und Formelsammlung. Schließlich wollten wir perfekt auf das Turnier vorbereitet sein.

Am nächsten Morgen trafen wir uns mit 65 anderen Schulteams in der Bonner Universitätsmensa. Dort nahmen wir vormittags an der Staffel teil, einem Wettbewerb, bei dem man die nächste Aufgabe erst bekommt, wenn man die vorherige richtig (erraten) oder diese als „nicht lösbar“ abgegeben hat. Dort in der oberen Hälfte abschließend und uns dem Mittagessen widmend – laut uns allen nicht so gut wie in der Jugendherberge –, bereiteten wir uns nochmals kurz auf den zweiten Teil des Wettbewerbs vor, welcher unter dem Thema „Error Correcting Codes“ stand.
Allerdings war es danach noch nicht vorbei: Nachdem wir uns in Teamarbeit durch den zweiten Teil gekämpft hatten, als Team hatten wir 90 Minuten für 5 Aufgaben, die je 100 Punkte gaben, und dem Burnout nur um Haaresbreite entronnen waren, trat Dr. Dr. Mittring, seines Zeichens 11-facher Weltmeister im Kopfrechnen und Großmeister im Kopfrechnen sowie Weltrekordhalter im Wurzelziehen, auf und erschlug uns alle mit seinen Rechenkünsten. Einige seiner Tricks und Kniffe verriet er uns anschließend, zum Beispiel, wie man von einer 6-stelligen Zahl die dritte Wurzel zieht... simple Mathematik!
Alles in Allem sind wir mit unseren 400 von maximal 1000 Punkten sehr zufrieden, landeten ungefähr im oberen Drittel und waren nur 65 Punkte von den TopTen entfernt.

Jetzt sitzen wir im Zug und genießen den Start in die Ferien dankbar an den diese Fahrt unterstützenden VFS denkend.

Pia, Vanessa, Jason, Sebastian, Jakob (alle Jahrgang 11) & Herr Versäumer