Mittwoch 11. Dezember 2019 19:07 Alter: 43 Tag/e

Bericht über unseren AG-Besuch am Landesbildungszentrum für Blinde

Torball - Wir erproben eine neue Sportart

Abwehr eines Balls ohne ihn zu sehen

Gefangen!

Und gleich den Ball wieder Richtung Tor gerollt

Am 27.11.2019 besuchten 9 Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse im Rahmen ihrer 12/6-AG „Leben im Dunklen – Das Leben eines Blinden“ zusammen mit ihren AG-Leitern Joshua und Benedikt (Jg. 12) das Landesbildungszentrum für Blinde (LBZB) in Hannover.

Ziel dieses Besuches war es den Kindern zu zeigen, wie es für blinde Menschen möglich ist, trotz ihrer Sehbehinderung, Sport zu treiben. Im Fokus stand dabei die Selbsterfahrung beim Mannschaftsspiel „Torball“. Torball ist ein speziell für blinde und sehbehinderte Sportler entwickeltes Ballspiel und zählt zu den wenigen Mannschaftssportarten im Blindensport. Die Torballer sind ausschließlich auf ihr Gehör angewiesen, da mit Hilfe einer lichtundurchlässigen Augenabdeckung allen Spielern der Sehrest genommen wird. Der Ball ist etwa so groß wie ein Fußball. Damit er hörbar ist, befinden sich in seinem Inneren Glocken, die ein deutlich wahrnehmbares Geräusch erzeugen, wenn der Ball in Bewegung ist. Das Spielfeld umfasst 7 * 16 Meter, wobei die 7 Meter lange Grundlinie gleichzeitig die Torlinie ist. Das Tor hat eine Höhe von 130 cm.

Der Spielgedanke besteht darin, den Ball unter 3 Leinen, die jeweils 40 cm hoch sind, hindurch, an der gegnerischen Abwehr vorbei ins Tor zu werfen oder zu rollen. Das verteidigende Team versucht den Ball abzuwehren um dann sofort einen Gegenangriff zu starten.
Obwohl die Schülerinnen und Schüler das Spiel zum ersten Mal spielten und sich an den ungewohnten Umstand nichts sehen zu können erst einmal gewöhnen mussten, war die schnelle Steigerung der Spielqualität deutlich zu erkennen.

Reflektierend sind wir sehr glücklich darüber, dass uns der Besuch von langjährigen Mitarbeitern des LBZB ermöglicht wurde, da die Selbsterfahrung beim Torball ein unvergessliches Erlebnis bleibt und der Spaßfaktor deutlich zu erkennen war. Daher sagen wir…

DANKE 

Benedikt und Joshua (Jg. 12) für die 12/6-AG „Leben im Dunklen – Das Leben eines Blinden“