Sekundarstufe II Jg 11 - 12

Für die Bearbeitung von Prüfungsaufgaben in der Abiturprüfung sind nach den Einheitlichen Prüfungsanforderungen (EPA) Chemie neben der Kenntnis
der fachlichen Inhalte auch die folgenden fachspezifischen und allgemeinen naturwissenschaftlichen Kompetenzen erforderlich:

Kompetenzbereich Fachkenntnisse (Chemisches Wissen anwenden)

Die Prüflinge

  • nennen Fakten, Begriffe, Gesetze und Theorien zu Stoffumwandlungen,
  • erkennen die Zusammenhänge zwischen Struktur, Eigenschaften und Verwendung der Stoffe,
  • wenden Kenntnisse über Merkmale, Verlauf und Bedingungsabhängigkeit chemischer Reaktionen an,
  • erkennen und nutzen Möglichkeiten der vertikalen Vernetzung innerhalb der Chemie sowie der horizontalen Vernetzung mit anderen
    Unterrichtsfächern,
  • strukturieren erworbenes Wissen über Stoffe und chemische Reaktionen auf der Grundlage der facheigenen Basiskonzepte (siehe 1.2).

Kompetenzbereich Fachmethoden (Erkenntnismethoden der Chemie nutzen)

Die Prüflinge

  • können selbstständig chemische Experimente planen, durchführen, beobachten, beschreiben und auswerten,
  • wenden geeignete Modelle zur Beschreibung und Erklärung chemischer Sachverhalte an,
  • interpretieren chemische Reaktionen auf der Teilchenebene,
  • können Hypothesen bilden, Voraussagen formulieren und diese experimentell überprüfen,
  • wenden mathematische Verfahren und Hilfsmittel zur Lösung exemplarischer chemischer Aufgaben an,
  • nutzen den Computer zum Messen, zur Modellbildung, zur Berechnung oder zur Simulation.

Kompetenzbereich Kommunikation (in Chemie und über Chemie kommunizieren)

Die Prüflinge

  • beschreiben und veranschaulichen konkrete chemische Sachverhalte unter angemessener Nutzung der Fachsprache,
  • argumentieren sachlogisch und begründen schlüssig chemische Sachverhalte und Fragestellungen,
  • präsentieren chemisches Wissen, eigene Standpunkte und Überlegungen sowie Lern- und Arbeitsergebnisse adressaten- und situationsgerecht,
  • stellen chemische Sachverhalte und Erkenntnisse in unterschiedlicher Form (Symbole, Formeln, Gleichungen, Tabellen, Diagramme, Grafen,
    Skizzen, Simulationen) dar,
  • interpretieren Fachtexte und grafische Darstellungen und können daraus Schlüsse ziehen,
  • nutzen Informationsquellen, erkennen Kernaussagen, wählen Informationen gezielt und kritisch aus und verknüpfen diese mit dem erworbenen
    Wissen.


Kompetenzbereich Reflexion (über die Bezüge der Chemie reflektieren)

Die Prüflinge

  • betrachten Aussagen aus unterschiedlichen Perspektiven und bewerten diese sachgerecht auf der Grundlage chemischer Kenntnisse,
  • erörtern und bewerten Verfahren zur Gewinnung und Verarbeitung wichtiger Rohstoffe vor dem Hintergrund knapper werdender Ressourcen,
  • erkennen und beschreiben die gesellschaftliche Relevanz und Bedeutung der angewandten Chemie für die Ernährungssicherung,
    Energieversorgung, Werkstoffproduktion sowie in der Informations- und Biotechnologie, 
  • nutzen chemische Kenntnisse zur Erklärung von Lebensvorgängen,
  • beurteilen Technikfolgen, wirtschaftliche Aspekte und Stoffkreisläufe im Sinne der Nachhaltigkeit.


Ein großer Teil dieser Kompetenzen wurde bereits in den Jahrgängen 7-10 vermittelt.
Der Unterricht in der Qualifikationsphase baut auf diese in der Mittelstufe erworbenen fachlichen Inhalte und Kompetenzen auf.