Zur Geschichte der ersten Schillerschule in Hannover 1878 - 1943

Die Aula der alten Schillerschule im Gebäude ‚Am Clevertor 3-4’
Außenansicht der Schillerschule am Clevertor 3-4

Die Geschichte der ersten Schillerschule begann 1878 mit dem Beschluss des Magistrats der Stadt Hannover, eine zweite weiterführende Schule für Mädchen zu gründen, ein bemerkenswert fortschrittlicher Beschluss für eine Zeit, in der eine über die Volksschule hinausgehende Mädchenbildung fast ausschließlich an Privatschulen stattfand. Die zunächst noch „Höhere Töchterschule 2“ genannte Schule wurde provisorisch in der städtischen Bürgerschule 9 in der Hagenstraße im Süden des Stadtteils Vahrenwald (heute Raiffeisenstraße/Ecke Lüdersstraße) untergebracht. Dort begannen 26 Schülerinnen am 22. April 1879 den Unterricht. An den Plänen für den Schulneubau kritisierte der damalige Direktor Mertens, dass „ein Zeichensaal, ein Physikzimmer mit Nebenkabinett, eventuell eine 10. Klasse fehle, und die Aula (...) zu klein“ sei. Der 1879 begonnene Neubau in der Nordstadt (An der Christuskirche 28) konnte schon Ostern 1881 bezogen werden, musste aber bereits 1885 erweitert werden. Grund hierfür war, dass sich nach der Neuregelung der Schulbezirke alle Mädchen, die nördlich der Linie Goethestraße - Schillerstraße - Lister Meile - Eilenriede wohnten und eine weiterführende Schule besuchen wollten, sich hier anmelden mussten. So wurde 1888 die für damalige Verhältnisse beachtliche Zahl von 387 Schülerinnen erreicht.

Aufgrund von Raummangel wurde die Schillerschule 1914 von der Christuskirche in das Gebäude der ehemaligen Oberrealschule „Am Clevertor 3 – 4“ verlegt. Anlässlich des 25jährigen Jubiläums 1904 erhielt dieses Lyceum oder Mädchengymnasium den Namen ‚Schillerschule’. 1943, im 2. Weltkrieg, wurden die westlich vom Steintor gelegenen Gebäude völlig zerstört. Kurze Zeit wurde der Unterricht in Räumen der Goetheschule fortgesetzt, bis auch diese zerstört wurde. Schülerinnen dieser ersten Schillerschule fühlten sich unserer Schule nach der Neugründung 1954 verbunden und haben die Ausstattung durch Spenden wohlwollend unterstützt.

 

 

<link 686 _top internal-link>&gt;&gt;&gt; zurück zur Übersicht &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </link> <link 688 _top internal-link>&gt;&gt;&gt; weiter zum nächsten Abschnitt der Chronik </link>