Sekundarstufe II

2.1. Allgemeines: Französisch in der Qualifikationsstufe

Französisch wird als zweite Fremdsprache ab Klasse. 6 unterrichtet, es wird derzeit nicht als neu einsetzende Sprache ab Klasse 10 angeboten. Daher ist im Folgenden nur von erhöhtem Niveau und grundlegendem Niveau die Rede, nicht aber von neu einsetzender Fremdsprache.

Grundlage der Gestaltung des Fachs Französisch in der Qualifikationsphase ist das Kerncurriculum von 2011 und die Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung (EPA) - die gegebenenfalls  noch durch Erlasse angepasst werden -, außerdem die vom Kultusministerium für jedes Semester  festgelegten Themenfelder.

Grundsätzlich werden in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe die in der Sek I erworbenen Kompetenzen:

·                     Interkulturelle Kompetenz,

·                     Kommunikative Kompetenzen mit den Teilkompetenzen

·         Hörverstehen,

·         Hör-Seh-Verstehen,

·         Leseverstehen,

·         Sprechen,

·         Schreiben,

·         Sprachmittlung

fortgeführt und vertieft. „Am Ende der Qualifikationsphase verfügen die Schülerinnen und Schüler über ein gesichertes Spektrum an Kenntnissen und Methoden, die es ihnen ermöglichen, Texte selbständig zu rezipieren und zu produzieren“ (KC Französisch 2011, S. 17). Diese Fertigkeiten im Umgang mit Texten werden unter dem Begriff der Textkompetenz zusammengefasst.

Alle Kurse in der Qualifikationsphase sind 4-stündig

2.1.1 Organisatorisches

Französisch kann als Fach mit erhöhtem Anforderungsniveau oder als Fach mit grundlegendem Anforderungsniveau gewählt werden. Erfahrungsgemäß wird jeweils ein Kurs auf jedem Anforderungsniveau angeboten.

Französisch kann auf erhöhtem Anforderungsniveau im sprachlichen, und im gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt als schriftliches Prüfungsfach P1-P2 gewählt werden, in allen anderen Schwerpunkten als schriftliches Prüfungsfach P 3. Auf grundlegendem Anforderungsniveau ist Französisch als schriftliches P’fach  P 4 oder mündliches P’fach P 5 wählbar.

Die Fachkonferenz Französisch hat sich gegen jahrgangsübergreifenden Kurse ausgesprochen.

2.1.2. Inhaltliches                   

Kurse mit erhöhtem und grundlegendem Anforderungsniveau bearbeiten dieselben Themenfelder. Die Blickrichtung auf das Thema wird mit den jeweils zentral festgelegten „Passepartouts“ konkretisiert und bleibt für beide Anforderungsniveaus gleich. Unterschiedlich kann jedoch die Auswahl der verbindlich zu lesenden Texte sein.

Sowohl die Unterrichtsaspekte als auch die verbindlichen Texte zu diesen Themenfeldern werden für jeden Abiturjahrgang neu veröffentlicht. Diese umfassen jeweils die ersten drei Kurshalbjahre. Das Thema des vierten Halbjahres wird jeweils durch die Fachkonferenz festgelegt.

Dabei wird eine Progression einerseits in Wortschatz und der Anwendung grammatischer und sprachtypischer Strukturen andererseits in der Textkompetenz im Sinne des erweiterten Textbegriffs (Internetdokumente, Zeitungsartikel, Dokumentar-/Nachrichtensendungen, Filme, Videoclips, Chansons…) erreicht.

Arbeitsergebnisse werden dokumentiert, Lernstrategien und Arbeitstechniken zur Förderung des eigenverantwortlichen Lernens vermittelt.

Sofern von Schülerseite genügend Interesse besteht, wird auch für die Qualifikationssphase eine DELF-AG Sekundarstufe II eingerichtet, in der interessierte Schüler auf den Baustein B2 des Sprachzertifikats vorbereitet werden.

2.2.  Gewichtung von sonstiger Mitarbeit und schriftlichen Leistungen

In Semestern, in denen zwei Klausuren geschrieben werden, werden die schriftlichen und mündlichen Leistungen mit jeweils 50% gewichtet. Wird nur eine Klausur geschrieben, so geht diese mit 40% in die Semesternote ein. Die mündlichen und sonstigen Leistungen werden dann hier mit 60% gewertet.

2.2.1. Gewichtung von sonstiger Mitarbeit

Kriterien:

2.2.1.1. Quantität der Beiträge (gemäß folgender Abstufung)

Sehr häufig   -   Häufig   -   Ambivalent   -   Selten   -   Kaum   -   Keine Mitarbeit    (auch nicht nach Ansprache)

2.2.1.2.Qualität der Beiträge im Unterricht

Wortschatz

Anwendung grammatisch richtiger Strukturen

Aussprache und Intonation

Flüssigkeit

Lesekompetenz

Eigenständigkeit der Formulierungen / Verständlichkeit ( Formulierung eigener Meinung)

Inhaltliche Richtigkeit

Sachgemäßes Nachfragen

Interaktion zwischen Schülern

2.2.1.3.Sonstige Leistungen

 

1.      Hausaufgaben

2.      kurze, schriftliche Überprüfungen ( Vokabel- u. Grammatiktests)

3.      Heft- / Mappenführung

4.      Präsentation und deren Vorbereitung (Partner / Gruppenarbeit)

2.2.2. Gewichtung von schriftlichen Leistungen

In Klausuren der Qualifikationsphase und im Abitur werden Sprache und Inhalt im Verhältnis 60:40 bewertet.

3. Operatoren

Klausuren:

Bei der Formulierung der Aufgabenstellungen liegen Operatoren zugrunde. Diese sind den EPAs zu entnehmen (www.nibis.de/nli1/gohrgs/operatoren/operatoren_übersicht.htm). Hierbei sind die Vorgaben der EPA bezüglich der drei Anforderungsbereiche zu beachten.

I: Nachweis des Textverständnisses

II: Textanalyse und

III  Kommentar / Kreativtext

In zweistündigen Klausuren müssen nicht alle drei Anforderungsbereiche überprüft werden.

In mindestens einer Klausur innerhalb der Qualifikationsphase muss eine Aufgabe über Hörverstehen oder Hör-Sehverstehen diesen Aufgaben vorangehen.