Geschichtsunterricht in der Sekundarstufe 1

Neues Kerncurriculum 2015:

Grundlage des Geschichtsunterrichts in den Schuljahrgängen 5 bis 10 ist das seit 2015 gültige Kerncurriculum Geschichte. Die folgenden Ausführungen zum schuleigenen Arbeitsplan dienen der Orientierung von Eltern und Schülern über die Unterrichtsinhalte in den einzelnen Jahrgängen sowie der Abstimmung der Kollegen darüber, was beispielsweise im Falle fachfremden Einsatzes oder des Einsatzes von Referendaren von der Fachschaft Geschichte für den Geschichtsunterricht für besonders wichtig gehalten wird.

--> Jg. 5-8 siehe Ausführungen im pdf-Dokument

Curriculum für Klassen 9 und 10 ( je 2 Jahreswochenstunden)

Themenbereich

Sachkompetenz

Medien- und Methoden-kompetenz

Kaiserreich, Imperialismus und 1. Weltkrieg

- Imperialismus und die Aufteilung der Welt

- Kriegsbegeisterung - Kriegsernüchterung

- politische Reden verstehen und deuten (bspw. ‚Hunnenrede’)

- Fotographien deuten

Versuch einer Neuordnung Europas nach dem 1. Weltkrieg

- Entstehung der Sowjetunion

- Novemberrevolution

- Versailler Vertrag

- Krisenjahr 1923

- beschreiben und deuten bildlicher Propaganda

- vergleichendes Analysieren von Wahlplakaten

- analysieren und zuordnen von Wahlergebnissen („Hitlers Wähler“)

Das national-sozialistische Deutschland

- NS-Ideologie

- Hitlerjugend

- Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung und Holocaust

- NS-Außenpolitik und 2. Weltkrieg

- Widerstand

- kritisches Umgehen mit Oral History

- Umgang mit Filmquellen und Dokumentationen

- Besuch einer Gedenkstätte

Deutschland, Europa und die Welt im Zeichen der Bipolarität

- Potsdamer Konferenz

- Kubakrise

- Wende in der DDR

- Zeitzeugeninterviews ergebnisorientiert vorbereiten, durchführen und auswerten

- themenbezogenes Recher-chieren und Rräsentieren der Ergebnisse mit Powerpoint

- selbstständige Gestaltung von Lernprozessen

Probleme der einen Welt

- wirtschaftliche Verflechtungen und Abhängigkeiten als Motor politischer Entwicklungen

- Wanderungsbewegungen und Integration

 

Trotz der Fülle der Themen ist in jedem Jahr eine Anzahl von Unterrichtsstunden für vertiefende Projekte vorgesehen. Im Rahmen der Möglichkeiten machen Ausflüge und Museumsbesuche die behandelten Themen konkret erfahrbar. Genutzt wird auch die Möglichkeit, in einem anderen Fach und Geschichte gleichzeitig an einem Thema (fächerübergreifender Unterricht), beispielsweise im Profilunterricht zu lernen.

Ziel des Geschichtsunterrichts der gesamten Mittelstufe ist es, die Lernenden dazu zu bringen, sich mit historischen Situationen zu beschäftigen und zu den sich daraus ergebenden Handlungsmöglichkeiten auf der Grundlage ihrer eigenen Erfahrungen persönlich Stellung zu beziehen. Sie begreifen damit die Schwierigkeit, ein von Vorurteilen und Emotionen freies historisches Urteil zu fällen, und lernen damit ein Verhalten, das in allen Bereichen des gesellschaftlichen und beruflichen Lebens von Bedeutung ist.

Besonderes Anliegen des Geschichtsunterrichts an unserer Schule ist es, durch Referate, Gruppenarbeit, Bild- und Karteninterpretation, Vermittlung von Lerntechniken und Analyse von Filmen einen Beitrag zu der auch in anderen Fächern erstrebten Medien- und Methodenkompetenz zu liefern. Kommunikations-, Argumentations- und Kooperationsfähigkeit kommen im Geschichtsunterricht besondere Bedeutung zu. Die sich ergebende unterrichtliche Vielfalt spiegelt sich auch in der Klassenarbeit des jeweiligen Halbjahres. Die Bedeutung der selbstständigen Deutung vorgelegter Quellen nimmt dabei bis Klasse 10 langsam zu. Bei der Arbeit mit dem Computer werden im Geschichtsunterricht die in der Computerschulung erlernten Teile der Medienkompetenz angewendet und geübt. Zur Methodenschulung in den einzelnen Jahrgängen hat die Fachgruppe fachspezifische Merkblätter entwickelt, die auf der Homepage der Schillerschule unter Schulprofil – Methodenkonzept eingestellt sind. Neben der oben erwähnten Ausbildung der geschichtlichen Urteilsfähigkeit leistet das Fach Geschichte an der Schillerschule damit einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung allgemeiner und auf andere Situationen übertragbarer Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Geschichte wird an der Schillerschule auch auf Englisch unterrichtet. Bereits in Klasse 5 wird den Schülerinnen und Schülern in einem mehrstündigen Modul dieser bilinguale Geschichtsunterricht vorgestellt und die Schüler können ausprobieren, ob er ihnen Spaß macht, ohne dass sie bewertet werden. Wenn sie dann den bilingualen Unterricht anwählen, erhalten sie von Klasse 7 bis 9 unter Anderem bilingualen Geschichtsunterricht. Dieser bietet eine gute Vorbereitung dafür, dass in der 10. Klasse und in der Oberstufe bilingualer Geschichtsunterricht gewählt wird und dann eine bilinguale Prüfung im Abitur oder IB abgelegt wird.

Die Geschichtslehrerinnen und Geschichtslehrer der Schillerschule