Kloster auf Zeit – Zeit im Kloster

Benediktinerkloster Nütschau
15. – 19. Juni 2015

An der Klosterfahrt 2015 nahmen neben Herrn Vogel als Fahrtenleiter aus den Jahrgängen 11 und 12 folgende 13 Schülerinnen und Schüler teil: Sven Büning, Eila Daghighi Rochy, Jovana Jovicic, Franziska Jungesblut, Valerie Krauth, Franziska Redecker, Otilie Richter, Tim von Lücken, Hannah Schneider, Lara-Abigail Thiel, Clara Wienecke, Gesa Wilkens, Ricardo Zernickel.

Beispielhaft für die Klosterfahrt 2015 nach Herstelle sei hier der Eindruck von Franziska, Hannah und Gesa wiedergegeben:

„Ora et labora“.

Unter diesem Thema fand dieses Jahr vom 15. - 19. 06. die Klosterfahrt statt. Auf dieser wollten wir uns näher mit dem Leben der Mönche und dem Weg zu Gott auseinandersetzen. Doch inwiefern ist uns dieses gelungen und war die Klosterfahrt auch dieses Jahr wieder ein Erfolg?

Durch die Teilnahme an den Gebetszeiten und den leckeren Mahlzeiten wurde der Tag klar gegliedert. Wodurch der Alltag der Mönche gezeigt wurde. Gleichzeitig wurde jedoch auch die Zeitwahrnehmung aller verändert. In Verbindung mit den Arbeitseinheiten, die (wie das Motto verrät) den zweitgrößten Teil des Tages ausmachten, wurde ein Tag so auf gefühlte vier Tage verlängert. Dieses ermöglichte uns viel über Religion nachzudenken und mit anderen Schülern zu debattieren. Kamen wir einmal in unseren Gesprächen nicht weiter, hatten wir immer die Möglichkeit mit dem Prior Bruder Johannes zu reden. Er stand uns stets mit Rat und Tat zur Seite. Durch ihn (und Herrn Vogel) entstand dadurch sowohl in den Gesprächen als auch bei der Klosterführung, die tiefere Einblicke in das Klosterleben gewährte, ein sehr ruhige und angenehme „Wohlfühlatmosphäre“, in der man sich nicht scheute Fragen zu stellen.

Neben diesen Aspekten bemerkten wir jedoch auch Veränderungen innerhalb der Schülergruppe. So schweißten uns das frühe Aufstehen, die Arbeit, das gemeinsame Essen und die abendlichen Spielrunden immer mehr zusammen.

Natürlich gab es auch negative Aspekte an der Klosterfahrt. So arbeiteten wir nicht mit den Mönchen zusammen, sondern wurden von FSJlern betreut. So hatten wir bis zu dem Gespräch am Donnerstag keine Idee darüber, was die Mönche in ihren Arbeitsphasen machen. Darüber hinaus war die Arbeit, die wir verrichteten, oft nicht sehr strukturiert und kamen uns wenig durchdacht vor. So war eine Aufgabe Löwenzahn zu entfernen. Dabei hatten wir jedoch keine richtigen Werkzeuge. Dadurch war es uns nicht möglich die Wurzeln dauerhaft zu entfernen und die Pflanzen wuchsen nach einem Tag wieder nach.

Dennoch war die Klosterfahrt ein voller Erfolg. So wuchsen wir zusammen, kamen (mehr oder weniger) näher an Gott und lernten das Leben im Kloster sehr gut kennen. Deswegen hat uns die Klosterfahrt sehr gut gefallen und wir empfehlen sie an alle Schüler – ob katholisch oder nicht.