Kloster auf Zeit – Zeit im Kloster

Benediktinerinnenkloster Herstelle
30. Mai – 3. Juni 2016

An der Klosterfahrt 2016 in die Benediktinerinnen-Abtei vom Heiligen Kreuz Herstelle nahmen neben Herrn Vogel als Fahrtenleiter aus dem 11. Jahrgang folgende 14 Schülerinnen und Schüler teil:
Helge Baumann, Felix Büning, Johannes Dehl, Natalie De Santana Enders, Hans-Joachim Fahlbusch, Clara Göbel-Groß, Henrike Graeber, Dorothea Guthmann, Anna Heiken, Thomas Heipke, Alina Herrmann, Jasmin Krüger, Senta Neubüser und Vanessa Pyrcek.

Beispielhaft für die Klosterfahrt 2016 nach Herstelle sei hier der Eindruck von  Jasmin wiedergegeben:

Schon Wochen vorher freuten wir uns auf die Klosterfahrt. Das war eine Gelegenheit, die wir uns nicht entgehen lassen sollten! Auch wenn solche Fahrten immer viel Spaß machen, das frühe Aufstehen, die vielen Gebetszeiten und die strengen Regeln im Kloster machten uns Sorgen.

Aber zumindest im letzten Punkt wurden wir überrascht. Wir wohnten im Gästehaus des Klosters und schon die erste Nonne, mit der wir gesprochen haben, war viel lockerer als wir erwartet hatten. Alle Nonnen haben uns geduldig unsere Fragen beantwortet, sodass wir uns getraut haben, vieles zu fragen, was wir uns sonst vielleicht nicht getraut hätten. Das frühe Aufstehen kompensierten viele von uns mit großen Mengen Kaffee, den wir uns in einem Aufenthaltsraum kochen konnten. Trotzdem mussten wir aufpassen, dass unser Banknachbar nicht während der morgendlichen Psalmen einschläft. Und das war nur eine von fünf Gebetszeiten. Und alle, außer der Messe, bestanden fast nur aus Psalmen. Und in dieser Tonlage! Nur wenige von uns können so hoch singen! Schade war, dass man die Nonnen meistens nicht sehen konnte. Aber wir durften ein paar Mal ins Chorgestühl zwischen die Nonnen. Es war schön, das auch einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Selbst das Arbeiten im Garten hat Spaß gemacht, aber nur am ersten Tag, als schönes Wetter war. Mit Schwester Evodia konnte man sich richtig gut unterhalten und es war schön zu sehen, was wir geschafft hatten. Gerne hätten wir jedoch gar nicht gearbeitet und nicht getrennt in Jungen und Mädchen.

Im Großen und Ganzen war die Klosterfahrt ein Erfolg, wir hatten viel Spaß, auch wenn es anstrengend war, und viele aufschlussreiche Gespräche mit den Nonnen, in denen wir unsere Vorurteile ablegen konnten. Selbst die Abende ließen sich mit ganz viel „Risiko“ und Kartenspielen sogar ohne Handy gut verbringen.

Ich würde mich immer wieder dafür entscheiden.