Kloster auf Zeit – Zeit im Kloster

Benediktinerinnenabtei vom Heiligen Geist Herstelle

 

17. – 21. Mai 2010

An der Klosterfahrt 2010 nahmen neben Herrn Vogel als Fahrtenleiter aus den Jahrgängen 11, 12 und 13 folgende 20 Schülerinnen und Schüler teil:

Jg. 11

Elena Meier, Hannes Meinhardt, Kerstim Metzen, Janine Müller, Rosa Palm, Manuel Pfaff, Laura Scheerbaum, Sarah Serbent, Hannah Wedekind, Albert Werner

Jg. 12

Denise Grübl, Julius Flottmann, Andreas Heinemann, Janin Hollemann, Frederike Kamieth, Mirjam Koppert, Simon Weber

Jg. 13

Tim Jünemann, David Scherer, Patrick Schilke

 

Beispielhaft für die Klosterfahrt 2010 nach Herstelle seien hier die Eindrücke von Janin Hollemann und Mirjam Koppert wiedergegeben:

„Drüing, Drüing ... Drüing, Drüiüing.“ 6 Uhr morgens. Müde tasten wir nach dem Wecker, um ihn auszuschalten. „Aaaah ... endlich Ruhe!“ Doch da klopft auch schon Herr Vogel an die Tür, um sicherzugehen, dass keiner seiner Schützlinge die Laudes verschläft. Mit zugekniffenen Augen ziehen wir uns an und wanken zum Waschbecken, als auch schon ein Donnern ertönt: „Miiirjam, Janiin, Eeeleena, Aaaalbert! Runter kommen!“ Das ist das Zeichen zum Aufbruch. Gemeinsam machen wir uns stolpernd auf den Weg zur Kirche, um den Morgen zu begrüßen.

Ein neuer Tag im Kloster beginnt.

Vom 17. 05. – 21. 05. 2010 sind wir, eine Schülergruppe von 20 Personen und Herr Vogel der Schillerschule, Hannover, in das Klosterleben in Herstelle / Beverungen eingetaucht. Zusammen wurde gebetet, gearbeitet und ganz viel gelacht. Anfangs war es noch sehr ungewohnt für uns sechs Gebetszeiten am Tag gleich konzentriert beizuwohnen. Besonders das frühe Aufstehen zur Laudes und die Zeit bis zum Frühstück (8. 20 Uhr) fiel schwer. Dafür war das Frühstück, genau wie das Mittagessen und Abendbrot, jedes Mal mit viel Liebe zubereitet und sehr, sehr lecker. Die offenen Gespräche mit Schwester Silvia und der Äbtissin des Klosters, Mutter Sophia, trugen dazu bei, das Klosterleben und die Beweggründe für einen Eintritt besser zu verstehen und nachzuvollziehen. Wir stellten fest, dass auch Nonnen ganz normale Menschen sind. Außerdem hat uns beeindruckt, dass das Kloster wie ein Unternehmen fungiert, in dem jeder eine wichtige Rolle spielt und das Kloster es so schafft autonom zu sein.

Die Gartenarbeit, die wir an vier Halbtagen verrichteten, hat uns überraschenderweise sehr viel Spaß bereitet und zu einer inneren Ruhe und Zufriedenheit geführt.

Die Gespräche mit einigen der Schwestern zwischendurch waren sehr interessant, offen und intensiv. Besonders gefallen hat uns der Gottesdienst am Mittwoch, den wir gemeinsam mit den Nonnen im Klausurbereich erleben durften. So waren wir mehr involviert und konnten die Kirchenlieder, anders als sonst die gregorianischen Psalmen, mitsingen.

Alles in allem war es eine erlebnisreiche und spannende Erfahrung, die nur ein wenig durch das meist schlechte Wetter getrübt wurde. Wir sind dankbar einen so genauen Einblick in das Leben im Kloster bekommen zu haben.

Nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei!