5 Sinne eine Welt

'Jahrgang';'Halbjahr Themen ';'beteiligte Fächer';'geplante Inhalte'
7;'1.Halbjahr: Alles Theater ';'Darst. Spiel Kunst ';'Theater im Alltag und als szenisches Spiel Wahrnehmen lernen – das soll unsere erste Aufgabe sein. Ihr werdet Räume mit allen Sinnen „erobern“, euch selbst und andere im Alltag beobachten und „Grundhaltungen“ finden wie warten, sitzen... Auch Bilder wollen wir darauf hin betrachten und nachstellen. Später wird euer Blick und Gefühl für „Grundstimmungen“ geschärft werden. Dies alles ermöglicht erstes eigenes ausdrucksvolles Spiel, zunächst noch ohne Worte. „Sprechende Körper“ haben wir den zweiten Lernschritt genannt, der zunächst euern Körperausdruck weiter schulen soll. Danach werden wir selber Masken bauen und mit diesen Masken spielen. Vielleicht entsteht am Schluss eine Folge kleiner Szenen, vielleicht sogar ein richtiges „Theaterstück“... '
7;'2.Halbjahr: Feuer – Wasser – Erde – Luft';'Darst. Spiel Musik Kunst Religion Erd- kunde ';'Unser Elementekreis: Erstes Grundelement ist das Wasser. Wir probieren aus, wie Wasser klingen kann, und wir versuchen, „Wasser“ musikalisch umzusetzen – als Notenbild und akustisch. Im weiteren Verlauf werden wir eine „Wasser-Blubb-Machine“ entwickeln, danach uns der Bedeutung des Wassers für den Menschen vergewissern und nicht zuletzt eine Wassergeschichte erfinden, szenisch umsetzen. Auch Luft bietet uns viele (auch ungewöhnliche) Möglichkeiten zur Klangerzeugung. Luft ist spürbar, bewegt sich, sie ist Element der Vögel, und natürlich muss es auch um´s Fliegen gehen. Dies möchten wir sprechend und bildlich gestalten. Der Schwerpunkt des Halbjahres wird auf dem Element Feuer liegen. Zwei Projekttage werden wir in einem Landschulheim verbringen – nicht nur, um ein Lagerfeuer zu machen... Texte lassen uns faszinierende und bedrohliche Formen kennen lernen, Feuer in Sprache zu „übersetzen“. Indem ihr diese Texte illustriert, könnt ihr eigene Antworten auf die Frage finden, wie man es malt. Erde fordert heraus, sich dem Thema der Entstehung der Welt und des verantwortlichen Umgangs mit ihr zu stellen. – Erde kann aber auch zum ungewöhnlichen Malmaterial werden... '
'Jahrgang';'Halbjahr Themen ';'beteiligte Fächer';'Geplante Inhalte'
8;'1. Halbjahr „Zeit“ ';'Kunst Musik Sport WuN/ Religion Physik Darst. Spiel';'Stehen in der Zeit Der „Zeit“ wollen wir zunächst bezogen auf Alltagssituationen nachspüren: Zeit-Läufe und Zeit-Lupe sollen euch euer Zeiterleben verdeutlichen. Auch in künstlerischer Gestaltung entdecken wir es. Wir werden hören, wie sehr Musik durch das Gestaltungsmittel Zeit – verschiedene Tempi und den Rhythmus etwa – geprägt ist, und sehen, welchen Ausdruck Zeit in Kunst und Mode findet. Meine Zeit – Zeit und Universum benennen zwei Endpunkte eines weiten Bogens. Zeit soll unmittelbar, zudem religiös bezogen auf euer eigenes Leben betrachtet und in geschichtliche Bezüge gestellt werden. Zugleich wird sie als „unfassbar“ deutlich. Zeit und Raum sowie Zeit und Arbeit sind die physikalischen Aspekte, die bedeutsam werden. Schließlich wollen wir die Aspekte spielerisch in einer Installation zu bündeln versuchen. '
8;'2. Halbjahr: Bilderwelt und Wirklich-keit ';'Politik Musik Kunst Geschichte Informatik ';'Warum es keine wirkliche Wirklichkeit gibt wir möchten uns den Medien nähern, diese untersuchen, dann selber experimentieren und schließlich für uns klären, wie wirklich Wirklichkeit überhaupt sein kann, bevor wir selber eine kurze Radiosendung bzw. Schülerzeitung herstellen werden. Die einzelnen Arbeitsschritte werden sein: Wir untersuchen, wie Wirklichkeit in Zeitungen/Zeit-schriften, im Radio und im Fernsehen vermittelt wird. Experimentell soll Wirklichkeit als Bild und Klang abgebildet werden. Möglicherweise kann in diesem Rahmen eine Art „Hör-Geschichte“ entstehen, wir werden zudem neben gestischen nun klangliche Ausdrücke für (eure) Stimmungen finden. Wir werden ungewöhnlichen Phänomenen wie dem, dass Menschen Töne schmecken oder in Farben sehen, nachforschen. Wir selbst werden den Schritt von der abgebildeten zur manipulierten Wirklichkeit gehen, indem wir Ton und Bild verfremden... Wahlweise könnt ihr schließlich ein Projekt umsetzen: 10 Minuten Radio – EINblick in die Wirklichkeit? Schülerzeitung: Ist deine auch meine Schule? '
'Jahrgang';'Halbjahr Themen ';'beteiligte Fächer';'Geplante Inhalte'
9;'1.Halbjahr: Stadt- ansichten ';'Erdkunde Kunst Geschichte Politik Darst. Spiel';'Die Stadt und ich Wir wollen einen Ausschnitt Hannovers – euren Stadtteil, die Innenstadt ... als einen euch eigentlich vertrauten Ort neu entdecken. Unter besonderen Fragestellungen werdet ihr Stadt erkunden: Was bedeutet mir meine Stadt? Und was kann ich finden, wenn ich sie auf ganz andere Weise erkunde? Und wie sehen bzw. beschreiben Künstler die Stadt? Was schließlich finde ich, wenn ich, wie beispielsweise Kurt Schwitters, auf einem Spaziergang sammle, was ich finde? Wozu können diese Fundstücke werden? Stadt filmen: Wie setze ich das ausgewählte Motiv filmsprachlich um? Welche filmsprachlichen Mittel gibt es und kann ich wirkungsvoll nutzen? Stadt planen: Wie sieht mein Hannover aus? Ihr könnt wahlweise einen Stadt(teil)plan nach eigener Wichtigkeit übermalen / umgestalten oder Wunschvorstellungen zu eurer Stadt der Zukunft entwickeln. '
9;'2.Halbjahr: Reden und reden lassen';'Politik Geschichte Darst. Spiel';'Was reden und Rede wirkungsvoll macht Ausgangspunkt werden „praktische Kommunikationsübungen“ sein: In verschiedenen Formen des Rollenspiels könnt ihr euch redend erfahren, den Einsatz von Körpersprache ausprobieren ... Mitschüler und in kleinen Experimenten außerhalb auch andere Zuhörer geben euch Rückmeldung. Wir werden zu argumentieren üben, dabei freie und stark festgelegte Formen des Diskutierens wie etwa die „amerikanische Debatte“ umzusetzen versuchen und bewerten. Darüber hinaus sollen Gesprächsformen, etwa Bundestagsdebatten und Talk-shows, in den Blick genommen werden. Die Gesprächsmuster dort könnten wir im eigenen (übertriebenen) Erspielen herausstellen. Der Redekunst wollen wir auf den Grund gehen, wenn wir fragen, was die Rede zur „Kunst“ macht. Ihr werdet berühmte Reden aus Geschichte und Gegenwart lesen und eigene Reden ernsthaft aber auch als „Nonsens-Reden“ entwickeln und frei halten können.'